… und sie empfing den heiligen Geist.
Am Sonntag, 13.10.2024 besuchte Apostel Loy die Gemeinde Stuttgart-Ost. Zu diesem Gottesdienst waren auch die Gemeinden Fellbach, Stuttgart-Feuerbach, Stuttgart-Rohracker und Stuttgart-West eingeladen. Der Apostel diente mit dem Bibelwort aus 2. Mose 13, Vers 21: „…Und der Herr zog vor ihnen her, am Tage in einer Wolkensäule, um sie den rechten Weg zu führen und bei Nacht in einer Feuersäule, um ihnen zu leuchten, damit sie Tag und Nacht wandern konnten.“
Zu Beginn seines Dienens erläuterte der Apostel, dass er den Gottesdienst erst einmal mit großem Dank beginnen wolle. Bezug nahm er dabei auf die beiden im Stadtgebiet stattfindenden Feste, dem Cannstatter Volksfest, welches ursprünglich nach einer großen Hungersnot im Land ein Erntedankfest im darauffolgenden Jahr war (die Fruchtsäule erinnert noch daran), sowie dem Fellbacher Herbst, welcher zum 75. Mal stattfand und ein Dankesfest für die abgeschlossene Weinernte ist. Er erweiterte den Dank unter anderem für Nahrung, Kleidung, Wohnung, Gesundheit und weitere göttliche Gaben und wies wohl wissend darauf hin, dass es nicht jedem leicht fallen würde an diesem Morgen zu danken.
Bezugnehmend auf das Bibelwort wies der Apostel darauf hin, dass Gott immer da ist. Auch wenn wir manchmal meinen, er hätte uns vergessen. Beim Volk Israel, das aus der Gefangenschaft geführt wurde, war es eine Wolken- und Feuersäule, welche über der Stiftshütte stand. Ein sichtbares Zeichen der Anwesenheit Gottes, welches während der gesamten Wanderung des Volkes sichtbar war. Erhob sie sich, war es das Zeichen zum Weiterziehen, senkte sie sich, war es das Zeichen sich niederzulassen.
Manchmal würden wir uns auch wünschen es gäbe ein sichtbares Zeichen für uns, um die Anwesenheit Gottes sehen zu können. Dies bleibt unseren Augen in der heutigen Zeit jedoch verborgen. Aber auch heute begleitet und führt Gott die Seinen zu ihrem Ziel. Er tut dies nicht mehr durch eine Wolken- und Feuersäule, sondern durch das Wirken des Heiligen Geistes. Wir sehen ihn nicht, können aber seine Gegenwart, seine Nähe, seine Liebe erleben.
Das Bild des Feuers finden wir auch im Neuen Testament, als an Pfingsten der Heilige Geist in Form von Feuerzungen auf die Jünger herabkam. Von nun an wurde durch den Heiligen Geist die Gegenwart Gottes erfahrbar. Jesus Christus gab vor seinem Tod das Versprechen ab: „…ich bin bei Euch alle Tage bis an der Welt Ende…“ Dieses Versprechen gilt bis heute und soll uns in schweren Stunden und Tagen die Gewissheit geben, dass wir nicht allein sind.
Ein besonderes Gepräge hatte der Gottesdienst dadurch, dass ein Kind die Gabe des Heiligen Geistes empfing. Bei der Ansprache wies der Apostel unter anderem darauf hin, dass Gott selbst in dieser Handlung „Wohnung beziehen“ würde und somit auf ewig mit der Seele verbunden ist.
Des Weiteren empfing ein Diakon aus Stuttgart-West das Priesteramt. In der Ansprache vor der Ordination wies der Apostel darauf hin, dass der Priester die Gewissheit mitnehmen solle, dass Gott auch in der Zukunft immer bei ihm sei, auch wenn er vor der Aufgabe Respekt und Herzklopfen hätte.
Ein Chor, welcher aus den Sängerinnen und Sängern der anwesenden Gemeinden bestand, umrahmte den Gottesdienst musikalisch.