Im Rahmen ihres 100-jährigen Bestehens feierte die Neuapostolische Kirche Beutelsbach am 12. Juli 2026 einen festlichen Jubiläumsgottesdienst. Zahlreiche ehemalige Gemeindemitglieder waren der Einladung gefolgt und erlebten gemeinsam mit der Gemeinde einen Tag der Begegnung, der Erinnerung und der Dankbarkeit. Den Gottesdienst leitete Bezirksvorsteher Bernd Schulz.
Der Festgottesdienst stand unter der Bitte aus dem Vaterunser: „Dein Reich komme“. In seiner Predigt machte Bezirksvorsteher Bernd Schulz deutlich, dass das Reich Gottes dort erfahrbar wird, wo Gott gegenwärtig ist und Menschen nach seinem Willen handeln. Jeder Gottesdienst sei ein Stück Reich Gottes mitten unter den Menschen, weil Gott in Wort und Sakrament wirke.
Mit Blick auf das 100-jährige Bestehen der Gemeinde erinnerte der Bezirksvorsteher daran, dass viele Generationen dazu beigetragen haben, Gottes Liebe sichtbar werden zu lassen. Wo Menschen Versöhnung suchen, Nächstenliebe üben und füreinander da sind, werde Gottes Wesen in der Welt erkennbar. Gleichzeitig richtete er den Blick auf die Gegenwart: Auch heute sei jeder Einzelne eingeladen, das Reich Gottes im persönlichen Umfeld mitzugestalten und christliche Werte im Alltag sichtbar werden zu lassen.
Ein weiterer Schwerpunkt der Predigt war die Treue Gottes. Über ein Jahrhundert hinweg habe die Gemeinde immer wieder erfahren dürfen, dass Gott ein verlässlicher Begleiter ist. Diese Erfahrung schenke Vertrauen – auch angesichts persönlicher Sorgen, Herausforderungen und einer sich wandelnden Zeit. In der Feier des Heiligen Abendmahls wurde diese Zusage der Nähe Gottes auf besondere Weise erlebbar.
Der Gottesdienst erhielt durch die zahlreichen ehemaligen Gemeindemitglieder eine besondere Atmosphäre. Viele nutzten die Gelegenheit, vertraute Gesichter wiederzusehen, Erinnerungen auszutauschen und gemeinsam auf die Geschichte der Gemeinde zurückzublicken. Im Anschluss setzte sich die Begegnung bei einem Sektempfang und einem gemeinsamen Grillfest fort.
So wurde der Jubiläumsgottesdienst zu einem weiteren Höhepunkt im Festjahr der Gemeinde. Er verband den dankbaren Blick auf 100 Jahre Gemeindegeschichte mit der Zuversicht, dass Gott seine Gemeinde auch künftig begleiten und segnen wird.