2023 feierte die Gemeinde ihr einhundertjähriges Jubiläum. Den Abschluss der Feierlichkeiten bildete am Mittwoch, dem 24. Januar 2024 ein ökumenischer Gottesdienst, der unter dem Motto der ACK-Gebetswoche für die Einheit der Christen stand.
In seinen einleitenden Worten sprach Gemeindevorsteher Rainer Weinhart davon, dass Jesus für die Einheit der Christen betete, und so dürften die Christen nicht aufhören, dafür zu beten und zu arbeiten. Rivalität dürfe keinen Platz zwischen den Konfessionen finden. Gemeinsames Gebet, gemeinsamer Gottesdienst und gemeinsamer Dienst für Gott eine alle in ihrer Liebe zu Gott in Christus.
Die von Mitgliedern aller beteiligten Konfessionen gestaltete Lesung mit Klavierbegleitung aus Lukas 10, 25-37 griff dieses Thema auf. Es wurde das Gleichnis vom barmherzigen Samariter vorgetragen.
Nach dem gemeinsam gesungenen Lied „Ich bete an die Macht der Liebe“ und einem Gebet wurde das Bibelwort vorgelesen:
„Er antwortete und sprach: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft und deinem ganzen Gemüt, und deinen Nächsten wie dich selbst.“ (Lukas 10,27)
Rainer Weinhart griff in seiner Predigt das Thema der Lesung auf, die Jesu Antwort auf die Frage des Gesetzeslehrers war, was er tun müsse, um das ewige Leben zu erhalten. Er stellte die Frage, wem wir der Nächste sein könnten. Unser Verhalten sei durch viele Faktoren bedingt. Für das Verhalten der Beteiligten könnte es verschiedene Gründe geben. Genauso könnten wir daran gehindert werden, unseren Nächsten zu erkennen. Je mehr wir Jesu verstehen würden, desto mehr könnten wir dieses Gebot erfassen. Wenn wir immer mehr von Jesus lernten, sein Denken und Handeln verstehen würden, dann könnten wir jeden verstehen. Das sei eine Herausforderung für das ganze Leben.
Der Gottesdienst wurde musikalisch umrahmt mit Liedern des Gemeindechors. Nach der gemeinsamen Feier des Heiligen Abendmahls, zu der alle Anwesenden eingeladen waren, und Fürbittgebeten endete der Gottesdienst mit dem Schlusssegen.
Die Mitwirkenden bei der Lesung und den Fürbittgebeten waren Geistliche und Geschwister aus allen Konfessionen.
Das anschließende Zusammensein bei Getränken und Snacks wurde gerne angenommen und es entwickelte sich ein reger Gedankenaustausch – wieder eine Möglichkeit den Nächsten besser kennen und verstehen zu lernen.