Anlässlich des Jubiläums zum 100jährigen Bestehen der Gemeinde wurde am Sonntag, den 2. Juli ein Open-Air-Gottesdienst zusammen mit anschließendem Gemeindefest auf dem Waldheimgelände des CVJM in Untertürkheim gefeiert.
Wettermäßig herrschten den ganzen Tag über optimale Bedingungen. Schon früh begannen die Vorbereitungen für die Durchführung. Die freiwilligen Helfer trafen sich zum Aufbau der Technik und um die Bestuhlung aufzubauen. Es wurde dekoriert und viele andere Vorbereitungen wurden getroffen, die man gar nicht wahrgenommen hat. Große Freude löste es aus, dass für die, die nicht am Gottesdienst teilnehmen konnten, eine Übertragung des Gottesdienstes über Livestream und Telefon möglich war.
Das Waldheimgelände eignete sich gut für die Durchführung des Gottesdienstes. Zum einen bietet die Liegehalle mit der Überdachung Schutz vor allen Wettereventualitäten, auch bot der Anblick der Grabkapelle auf dem Württemberg hinter dem Altar eine schöne Kulisse für den Gottesdienst.
Nachdem alle Gottesdienstteilnehmer eingetroffen waren und ihren Platz gefunden hatten, begann der Gottesdienst mit dem Singen des Eingangsliedes „Wie groß ist des Allmächt‘gen Güte“. Grundlage des Gottesdienstes war das Bibelwort aus dem Propheten Nahum 1,7:
„Der Herr ist gütig und eine Feste zur Zeit der Not und kennt, die auf ihn trauen.“
Damit war auch der Zusammenhang zum heutigen Gottesdienst für Entschlafene geschaffen. Wir sehen oft nur unseren momentanen Zustand, und es fällt uns nicht immer leicht, die Güte des Herrn zu erkennen. Aber wenn wir die Güte des Herrn auf die Erste Auferstehung beziehen, sehen wir den Bezug zum großen Plan Gottes, in dem auch wir unseren Platz haben, genauso wie die Seelen, die schon in der Ewigkeit sind. Wir dürfen uns immer auf seine Güte verlassen.
Ein Gottesdienst für Entschlafene unter freiem Himmel ist etwas ganz Besonderes. Über dem Eingangsportal der Grabkapelle steht die Inschrift „Die Liebe höret nimmer auf“, an anderer Stelle ist zu lesen „Selig sind die Toten, die in dem Herrn sterben. Sie ruhen von ihrer Arbeit, denn ihre Werke folgen ihnen nach.“ Das gilt für alle Seelen, denn Gott ist zu jeder Seele gütig.
Zum Schluss des Gottesdienstes wurde Diakon Matthias Büsselmann verabschiedet, der verzogen ist. Der Vorsteher danke ihm mit herzlichen Worten für seinen Einsatz.
Nach Beendigung des Gottesdienstes und dem Umbau wurde das Mittagessen zubereitet – eine Paella nach Wunsch mit Meeresfrüchten oder Hähnchenfleisch, die allen vorzüglich schmeckte. Es gab auch noch Salate, sodass die Zeit kulinarisch gut überbrückt werden konnte.
Der gemütliche Nachmittag bot für alle viele Möglichkeiten zum Austausch und zu Gesprächen. Die Kinder konnten sich ebenfalls vielfältig betätigen und hatten auch ihren Spaß dabei. Schön war es auch, dass nach längerer Coronapause wieder Geschwister aus der Partnergemeinde Berlin-Lichtenrade begrüßt werden konnten.