Am 15. und 16. Oktober 2021 fanden sich zum siebten Mal die Amtsträger der Neuapostolischen Kirche Untertürkheim zu ihrem alljährlichen Ämterwochenende im PKC Ehemalige Synagoge Freudental ein.
Der letzte Termin liegt eineinhalb Jahre zurück. An dem damaligen Wochenende im März 2020 wurden die konkreten Maßnahmen zur Corona-Verordnung seitens Politik und Kirche entschieden. Allen ist die Diskussion, wie weiterhin zu verfahren sei, noch sehr präsent. Damals wurde entschieden, in regelmäßigen Abständen per Videokonferenz in Kontakt zu bleiben. Seither hat sich viel geändert. Allein, dass ein Teilnehmer an diesem Wochenende krankheitsbedingt nicht in Präsenz jedoch via Livestream teilgenommen hat, war eine positive Veränderung und früher nie eine Option gewesen.
Am Freitagabend war der Umgang mit den Corona-Verordnungen immer wieder eines der Themen, worüber starker Diskussionsbedarf bestand. Natürlich folgten alle streng den 3-G-Regeln, selbst die Geimpften hatten sich getestet. Trotzdem bestanden weiterhin Sorgen, aber auch Ärger. Diesen mussten sich die Teilnehmer erstmal von der Seele reden, damit im Anschluss befreit in tiefere geistliche Themen eingestiegen werden konnten. Bis spät in die Nacht gab es Punkte, über die Gesprächsbedarf herrschte. Nach einer kurzen Nacht und einem guten Frühstück wurde dann am Samstag die zweite Runde mit ein paar Liedern aus der Männerchormappe eingeläutet. Danach folgten weitere intensive Gespräche.
Das Ämterwochenende ist ein Ereignis, das zusammenschweißt. Getagt wird mit flexibler Agenda. Das eröffnet den Freiraum, die Themen anzusprechen, die auf dem Herzen liegen. Dabei darf es auch mal emotional hergehen, und auch, wenn es thematisch keine Tabus gibt, besteht stets ein respektvoller Umgang miteinander.
Organisatorische Angelegenheiten bilden das Ende der Agenda. Diese Punkte sind meist schnell abgehandelt. Darüber hinaus wurden Mini-Projekte ausgearbeitet. Diese werden als Ergebnis in den nächsten Wochen sukzessive in das Gemeindeleben integriert. Ein Projekt wurde bereits kommuniziert: das Ämterwochenende hat mal wieder gezeigt, dass Gespräche über den Glauben nicht nur motivierend und spannend sind, sondern auch gegenseitig festigen. Deshalb wollen die Amtsträger eine neue Gesprächskultur im Gemeindeleben aufblühen lassen. Dies und mehr erarbeitete Ideen sollen in den kommenden Wochen und Monaten das Gemeindeleben, das in der Pandemie ein wenig an Dynamik verloren hat, wieder in Schwung bringen. Denn darin waren sich alle einig: Gemeinde lebt vom aktiven Miteinander.
Das nächste Ämterwochenende ist für März 2022 vorgesehen.
Fotos: PKC Freudental