Am Sonntag, den 23. November 2025, besuchte Stammapostelhelfer Helge Mutschler überraschend die Kirchenbezirke Stuttgart/Fellbach und Stuttgart-Bad Cannstatt in der Fellbacher Kirche. Zuvor war dieser Gottesdienst mit Bezirksapostel Michael Ehrich angekündigt. Ein besonderer Anlass des Gottesdienstes war die Ruhesetzung von Bezirksvorsteher Michael Dinkelacker, sowie die Beauftragung von Bezirksevangelist Bernd Schulz als neuer Bezirksvorsteher und Priester Daniel Vester wurde zum stellvertretenden Bezirksvorsteher ernannt.
Er freue sich, "zuhause" zu sein, scherzte Stammapostelhelfer Helge Mutschler zu Beginn, denn immerhin ist er in Tübingen geboren und im Schwarzwald aufgewachsen.
Bezugnehmend auf das Chorlied „Komm her“ begrüßte er auch diejenigen, die ohne Freude gekommen waren. Sie sollen neue Freude finden im tröstlichen Bewusstsein, dass ihr Herr Jesus Christus sie liebe:
Predigtgrundlage war das Bibelwort: „Gehet ein durch die enge Pforte“ (Matthäus 7,13)
Stammapostelhelfer Mutschler beschrieb die Zustände, die Menschen heute wie damals erleben: Egoismus, Gewalt und Gegengewalt, Hass, Ausbeutung, Angst. „Wenn wir so weitermachen, führe der Weg in den Abgrund und in die Verzweiflung“. Doch Jesus habe einen neuen Weg gelegt. Zur Verdeutlichung nutzte er ein Bild: Eine Stadt mit breiter Pforte, tagsüber geöffnet für Händler und Karawanen. Nachts jedoch blieb nur eine kleine, enge Pforte offen – schwer passierbar, aber der einzige Zugang.
Im Evangeliums heißt es: Willkommen! Tretet ein! Die Tür ist offen. Jesus Christus lädt uns ein, einzutreten in die Stadt. Gott ist kein „Tür-Verschließer“, sondern ein „Tür-Aufschließer“, ein „Arme-Aufmacher“. Er hat uns zur Liebe fähig gemacht und lädt uns ein, in den Himmel zu kommen.
Tritt hinein: Für alle, die sich ausgeschlossen fühlen – anonym, unwichtig, ausgegrenzt. Jesus Christus sagt: Du bist ein wertvoller Diamant, einzigartig und geliebt.
Vertrauen wagen: Für alle, die das Vertrauen in Menschen verloren haben. Liebe ist eine enge Pforte, verbindlich und wahrhaftig. Sie bindet sich an Christus und schließt Untreue aus.
Der Bibeltext steht am Ende der Bergpredigt, in der Jesus einen neuen Weg aufzeigt – ohne Neid, Lüge, Rache, Gewalt, Geldgier und Schubladendenken. Dieser Weg führt durch die enge Pforte in den Himmel: ein Ort ohne Geschrei, Ungerechtigkeit, Gewalt und Ausbeutung, wo keine Kinder mehr verhungern und der Tod nicht mehr sein wird.
Stammapostelhelfer Mutschler ermunterte: „Der Himmel ist nur einen halben Meter entfernt – komm durch die enge Pforte, tritt herein. Es ist auch dein Himmel.“
Weitere Höhepunkte
Nach Predigtbeiträgen von Bezirksältesten Michael Dinkelacker und Bezirksapostel Michael Ehrich feierte die Gemeinde das Heilige Abendmahl. Anschließend feierte Stammapostelhelfer Mutschler auch das Abendmahl für Entschlafene und gedachte dabei besonders der Eltern von Sternenkindern.
Der Gottesdienst stand zudem im Zeichen eines Wechsels: Bezirksältester Michael Dinkelacker wurde nach 49 Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit in den Ruhestand versetzt. Er diente viele Jahre als Gemeindevorsteher und Bezirksleiter, unternahm Reisen nach Westafrika zur Mission und zu Schulungen. Stammapostelhelfer Mutschler hob besonders seinen Einsatz als Seelsorger hervor, dankte ihm für seine Treue zum Herrn und zu seiner herzlichen Nähe zu den Gemeindemitgliedern. Ebenso einen herzlichen Dank seiner Ehefrau Ingrid für ihre vorbildliche Unterstützung.
Als neuer Bezirksvorsteher für den Bezirk Stuttgart/Fellbach wurde Bezirksevangelist Bernd Schulz beauftragt; Priester Daniel Vester wurde als sein Stellvertreter ernannt. Ihnen gab Mutschler mit auf den Weg, eine „(auf)suchende Seelsorge“ vorzuleben – wie im Gleichnis vom verlorenen Schaf: Der Hirte tut den ersten Schritt.
Musikalisch wurde der Gottesdienst vom gemeinsamen Orchester, dem Jugendchor und einem gemischten Chor gestaltet. Zum Abschluss erklang schwungvoll das Jahresmotto: „Es ist Zeit, Gutes zu tun“.